PM zum Diskussionsabend „Quo Vadis Elite-Uni?“ mit Dr. Stefan Kaufmann MdB:

Am 17.11.2017 war der Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages Dr. Stefan Kaufmann beim RCDS Konstanz zu Besuch und hielt im Rahmen des Diskussionsabend „Quo Vadis Elite-Uni?“ einen Vortrag über Chancen, Herausforderungen und Risiken der neuen Exzellenzstrategie von Bund und Ländern mit anschließender Diskussionsrunde.

Nach spannenden Einblicken in die ersten beiden Runden der damaligen Exzellenzinitiative und die Verteilung der Gelder in Graduierten Schule, Exzellenzcluster und Zukunftskonzepte, stellte Dr. Stefan Kaufmann die Neuerungen der Exzellenzstrategie dar. Die größten Änderungen ergaben sich dabei bei der Laufzeit und der finanziellen Förderung der Strategie: Zunächst ist die Exzellenzstrategie auf unbestimmte Zeit geschlossen und die finanzielle Förderung wird ab 2018 mit jährlich 533 Millionen Euro dotiert. Zudem müssen sich die Exzellenzuniversitäten und andere Bewerber nur noch alle sieben Jahre mit Neuanträgen auf das begehrte Sigel „Elite-Uni“ bewerben. Eine langfristige Planung der Universitäten ist damit gesichert.

„Es freut mich, dass aus der zeitlich befristeten Exellenzinitative nun endlich eine dauerhafte Exellenzstrategie wird, die die Finanzierung von Spitzenforschung in Deutschland sichert. Die Exellenzstrategie ist ein klares Bekenntnis der Politik zur absoluten Spitze, die neben der Breitenförderung, die benötigte wissenschaftliche Elite in Deutschland unterstützt“ so der Gruppenvorsitzende des RCDS Konstanz Lukas Roser.

In der anschließenden Diskussion kam immer wieder auch Kritik an der Exzellenzinitiative und der fortgeführten Exzellenzstrategie auf, da diese lediglich die Forschung stärke, aber die Lehre vernachlässige. Das vor allem von Studenten geprägte Publikum bestätigte die Probleme, die die Exzellenzstrategie mit sich bringt. Zwar werden innovative Lehrmethoden gewürdigt und honoriert, doch stellen sie noch kein Äquivalent zu der Förderung der Spitzenforschung dar.

„Spitzenforschung und Spitzenlehre bedingen einander und gehen Hand in Hand. Ohne die besten Voraussetzungen, unsere Studenten an den Hochschulen zu lehren, können wir in Zukunft auch keine Spitzenforschung mehr betreiben. Die Studenten von heute sind schließlich die Forscher von morgen“, so Jan Irschik, der stellvertretende Vorsitzende des RCDS Konstanz.

Wir hoffen, dass hier auch bald etwas bewegt wird und konnten hoffentlich Dr. Stefan Kaufmann neue Impulse für seine Arbeit als Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages mitgeben. Wir bedanken uns herzlich für seinen Besuch und die Präsentation der Exzellenzstrategie, sowie ihrer Stärken und kleinen Schwächen in Konstanz. Daneben möchten wir uns auch bei Professorin Dehé, Prorektorin der Universität Konstanz, für ihr Erscheinen und ihre Teilnahme an der Diskussion bedanken.

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